Ein ungewöhnlicher September

Der eigensinnigste aller Monate hatte heuer einige Besonderheiten zu bieten. Im neuen Wetterzeit-Podcast hörst Du die ersten Ergebnisse der soeben fertiggestellten Klimabilanz zum September 2017. Außerdem die Antwort auf die Frage, was den September von allen anderen Monaten unterscheidet und warum heuer auch schon Weihnachten ein Thema war.

Hier die wichtigsten Fakten zum September 2017:

  • Es war in Österreich der kühlste September 2017 seit zehn Jahren.

  • Auf der Villacher Alpe in Kärnten (2140 m Seehöhe) sind in diesem September 78 Zentimeter Neuschnee zusammengekommen. Das gab es hier in einem September noch nie. Und Schnee wird hier schon seit dem Jahr 1925 gemessen.

  • Die höchste und die tiefste Temperatur des Monats gab es innerhalb weniger Tage: Höchstwert: 29,1 °C im niederösterreichischen Hohenau an der March am 14. September. Tiefstwert unter 1000 m Seehöhe: -0,7 °C in Ehrwald in Tirol, am 22. September.

  • 30 Prozent weniger Sonnenstunden als in einem durchschnittlichen September. So trüb war ein September zuletzt im Jahr 2001.

  • Große Nord-Süd-Unterschiede beim Niederschlag: In Teilen Kärntens doppelt so viel Regen und Schneefall wie in einem durchschnittlichen September, im Mühlviertel und im Waldviertel stellenweise nur halb so viel. Die Grafik (siehe unten) zeigt die Unterschiede schön

Ich wünsche euch eine schöne restliche September-Zeit und einen guten Start in den Oktober!

Niederschlag im Sepetember 2017. Quelle ZAMG

September 2014 – im Norden trocken, im Süden nass: Vergleich des Niederschlags mit dem Mittel 1981-2010. 100 Prozent entsprechen dem Mittelwert. Quelle ZAMG.